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Website-Konzeption & Webdesign

AGs: es fehlt an überzeugenden Webauftritten


27.01.2000

Im Auftrag des bundesdeutschen Fachmagazins 'Wirtschaftswoche' hat die Fachhochschule Münster (BRD) ihre bisher umfassendste Studie erstellt. In Zusammenarbeit von Wissenschaftlern des Studiengangs 'European Business Programme' am Fachbereich Wirtschaft und dem 'Profnet Institut für Internet Marketing' in Dortmund wurden 250 deutsche börsennotierte Unternehmen auf Anlegerinformationen analysiert und die Ergebnisse in Form einer Rangliste der Unternehmenspräsentationen vorgestellt.

Nach Projektleiter Prof. Dr. Ulrich Balz sei die Absicht der AGs, die Information der Anleger kostensenkend durch Einsatz des Internet für die Aktionärspflege zu ermöglichen. Wobei die breite Informationsstreuung des Mediums von Banken wie auch von Privatanlegern genutzt und mit den Aktionären via eMail unmittelbar kommuniziert werden sollte.

Das Ergebnis der Analyse ist, dass die Aktengesellschaften wenig bis nicht überzeugend auftreten. Immerhin solle man an die analysierten Unternehmenspräsenzen bestimmte Ansprüche stellen dürfen. Am schlechtesten schnitten unter den DAX-100-Unternehmen Banken und die Autobranche ab, die in der Rangliste noch hinter den Branchen Chemie und Pharma liegen. Ganz oben rangierten Versorger und Telekommunikation.

Untersucht wurde nach 87 Kriterien in den Kategorien Inhalt, Layout, Benutzerfreundlichkeit und Interaktivität, wobei insgesamt 99 Punkte vergeben werden konnten. Das Schlussergebnis war niederschmetternd: Im Durchschnitt wurden von allen 250 untersuchten Firmen zusammen lediglich 43 Prozent der Höchstpunktzahl erreicht.

Das Walldorfer Softwarehaus SAP belegte den ersten Platz in der Rangliste der AGs. Hier bestach der 'professionelle Umgang mit Inhalten, die Benutzerfreundlichkeit und das hohe Mass an Interaktivität', so Prof. Dr. Ulrich Balz in seiner abschliessenden Beurteilung der Analyse.

Gleichwohl ist die aus der Untersuchung erstellte Studie von den kritisierten Unternehmen positiv aufgenommen worden. Neben einer grossen Anzahl verkaufter Broschüren an die begutachteten Firmen gibt es Anfragen nach Beratung beim Aufbau von Internetseiten unter Berücksichtigung der angewandten Methoden und Ergebnisse der Studie. Wegen des Erfolgs überlegt Prof. Dr. Balz inzwischen, die Untersuchung um Aktiengesellschaften in Grossbritannien, Frankreich, Italien und Spanien zu erweitern.

(boe)





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