HOME  
  KONTAKT -  NEWSLETTER -  IMPRESSUM
  
 SUCHBEGRIFF



 

  
AKTUELLSTE BEITRÄGE 

  Klärung der Begrifflichkeiten und Abgrenzung von MAM gegenüber CM, DM und KM Systemen

  Media Asset Management: Wirtschaftliche Aspekte und Zielgruppen

  Strategische Marketinginfrastruktur als Voraussetzung für Multichannel-Marketing und Crossmedia Publishing

  Herausforderungen für ein Marketing in einer multimedialen und vernetzten Welt

  Das menschliche Mass in der Wissensgesellschaft und im Wissensmanagement

  Aufarbeitung des Firmengedächtnisses am Beispiel der Archive von Banken

  Content erfolgreich kostenpflichtig machen

  In den Suchmaschinen gefunden werden trotz(!) Web Content Management System und dynamischem Seitenaufbau

  Effizient online recherchieren: Crashkurs für Manager

  Marktübersicht der grossen Wissensmanagement-Systeme

  Metadaten für Content-Indizierung und Wissenssicherung, Teil 1

  Newsletter | www.internetmanagement.ch | 27.1.2001

  
[VOLLSTÄNDIGE ÜBERSICHT
ALLER ARTIKEL]



  

  
HINTERGRUND
  
KONTAKT
  
IMPRESSUM
  
HOMEPAGE
  
NEWSLETTER
ABONNIEREN
(gratis, monatlich)

  
THEMATISCHES
DOSSIER
GENERIEREN

  
PARTNERSCHAFTEN
  
MEDIADATEN/
HIER WERBEN

  
BUCHTIPPS
  
DOWNLOADS/TOOLS

      



E-Commerce

Online-Handel: Die letzte Meile


06.04.2000

Je mehr sich ändert, umso mehr übersehen Online-Händler das, was sich nicht verändert: der Vertrieb.

Der Gründer und Vorsitzende von Federal Express, Frederick W. Smith, ist einer, der sich ein wenig mit Güter-Distribution auskennt. Vielleicht wurde ihm dieses Gefühl für die Transportindustrie vererbt (sein Vater war im Busgeschäft und sein Grossvater Maschinist eines Mississippi-Dampfboots), jedenfalls erfand Smith in den frühen 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts das Übernacht-Paket-Liefergeschäft. Sein 17-Milliarden-Dollar-Unternehmen beherbergt heute die weltweit zweitgrösste kommerzielle Luftfahrt-Flotte und lässt am Boden 60.000 Lieferwagen fahren.

Nach Smith haben viele eCommerce-Firmen diesen Teil des Geschäfts fundamental missverstanden. In seiner Rede zur 'The Standard's iB2B-Konferenz' stellt Smith fest, dass eHändler die Kosten des Warenversands an die Verbraucher gewaltig unterschätzt haben, und dass deswegen viele derartiger Geschäftsmodelle auf einem Mythos basieren. Ohne Namen zu nennen, richtet sich seine Kritik nicht nur an die Unternehmen, die effiziente Waren-Distribution als ihren grössten Vorteil gegenüber der Konkurrenz sehen, sondern auch auf Amazon und andere Online-Händler.

Für Smith ist Online-Shopping nichts anderes als eine einfache Erweiterung des Katalog-Shoppings, es geht weniger darum, ein uns bekanntes Einkaufsverhalten zu verändern. Auf den ersten Blick erscheint diese Position selbstdienlich. Das Liefern von online eingekauften Waren wird noch immer vom Erzrivalen UPS beherrscht. FedEx macht seinen grössten Umsatz im B2B-Cargo. Die Zukunft des Unternehmens liegt im Management der Warenwirtschaftssysteme globaler Erzeuger.

Aber wenn Smith Recht hat - und die Erfahrung aus der wirklichen Welt wird die Richtigkeit seiner Theorie in absehbarer Zeit beweisen – wird das beträchtliche Auswirkungen auf die Internet-Ökonomie haben.

Erstens intensiviert es die Skepsis, die neuerdings u. a. von Venture-Kapitalisten gegen den Online-Handel gehegt wird. Online-Anbieter von allgemeinen Bedarfsgütern werden einsehen, dass sie mit der Effizienz eines Wal-Mart im Bewegen von Gütern vom Hersteller zum Endverbraucher einfach nicht konkurrieren können; die erfolgreichen Händler werden Fachleute sein, die nicht mit dem lokalen Einzelhandel konkurrieren.

Zweitens bedeutet es, dass die manchmal chaotischen Realitäten der alten Ökonomie - seien das aufsässige Lastwagenfahrer, Verkehrsstaus oder ein hoher Ölpreis - die Entwicklung des Internet-Business wesentlich stärker beeinflussen als vorauszusehen war. Themen wie Bedarfsgüterpreise und die Kosten des Handwerks werden weiterhin wichtig sein - und deswegen wird die Idee der neuen Ökonomie als einer vollkommen neuen Welt immer weniger haltbar bleiben.

Für die meisten der anwesenden B2B-Funktionäre war das künftige Schicksal des Online-Handels ein wenig übertrieben ausgemalt: Sie sind fokussiert auf die unzähligen Möglichkeiten im B2B-eCommerce. Aber die warnende Lektion bleibt. Wie die anfängliche Euphorie über die Internet-Ökonomie sich abnutzt, werden die wechselseitigen Beziehungen zwischen der alten und der neuen Ökonomie offensichtlicher, sowohl für Unternehmer wie auch für Investoren. Management-Teams, denen das Verständnis für das grundsätzliche Funktionieren des Geschäfts fehlt, werden sich mit einem handfesten Problem konfrontiert sehen.

Tatsächlich liegt eins der grossen Risiken für B2B-Unternehmen in dem Glauben, das Internet könne alles verändern. Waren-Distribution ist nur eins der vielen Dinge, die sich überhaupt nicht grossartig verändern werden. Manchmal, so scheint es, braucht es einen alten Revolutionär wie Fred Smith, um die noch immer vorhandene Stärke herkömmlicher Marktfunktionen zu verstehen.

(boe)





Unser Angebot an Sie
Weiterführende kostenlose Beratung für Ihre konkreten Aufgaben und Probleme bekommen Sie, wenn Sie eine detaillierte Situationsbeschreibung auf unserer Wissensaustausch-Plattform (auf Wunsch anonym) platzieren. Wir kümmern uns dann um für Sie nützliche Antworten, die wiederum dort veröffentlicht werden, damit auch andere Leser einen Nutzen daraus ziehen können.


Möchten Sie künftig über solche und ähnliche Beiträge durch unseren monatlichen Newsletter informiert werden?
Dann abonnieren Sie hier den informativen, kostenlosen monatlichen Newsletter für Internet-Manager.
Ihre Emailadresse:  


Klicken Sie hier für eine vollständige Übersicht über alle Berichte & Kommentare.


Sieben weitere aktuelle Berichte & Kommentare

17.06.2002: Klärung der Begrifflichkeiten und Abgrenzung von MAM gegenüber CM, DM und KM Systemen
02.06.2002: Media Asset Management: Wirtschaftliche Aspekte und Zielgruppen
01.06.2002: Strategische Marketinginfrastruktur als Voraussetzung für Multichannel-Marketing und Crossmedia Publishing
26.05.2002: Herausforderungen für ein Marketing in einer multimedialen und vernetzten Welt
18.03.2002: Das menschliche Mass in der Wissensgesellschaft und im Wissensmanagement
06.02.2002: Aufarbeitung des Firmengedächtnisses am Beispiel der Archive von Banken
03.12.2001: Content erfolgreich kostenpflichtig machen



    Copyright © 2000  INTERNETMANAGEMENT.CH
    












   NEWSLETTER: Abonnieren Sie den kostenlosen Newsletter für die Aufgaben von Unternehmen im Internet-Zeitalter, um ca. alle 6 bis 8 Wochen relevante Informationen zu diesen Themen per Email zu erhalten.

   WISSENSAUSTAUSCH-PLATTFORM: Schauen Sie auch in unsere neue fachlich betreute Wissensaustausch-Plattform für vertiefende Informationen und Diskussionen zwischen Ihnen, anderen Lesern und dem Team von Internetmanagement.ch