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Online-Journalismus und Schreiben Wie Sie effektiv guten Text schreiben, Teil 208.07.2000 Fortsetzung des Beitrags vom 04.07.2000: Wie Sie effektiv guten Text schreiben, Teil 1 6. Selbstkorrektur Gehen Sie nun an die Überarbeitung Ihres Textes. Dieser Teil der Arbeit ist weniger beliebt, weil die meisten denken, das Geschriebene sei bereits perfekt. Gewöhnlich ist es das nicht – auch Profis verbringen eine Menge Zeit mit dem Redigieren. Speichern Sie vorher Ihre Datei unter einem neuen Namen, damit Sie Ihre erste Version durchs Redigieren nicht verlieren. Wenn Sie jemanden kennen, dessen Schreibstil Sie schätzen oder auf dessen Meinung Sie Wert legen, lassen Sie ihn Ihr Werk lesen. (Tipp: Wenn Sie beide das gleiche Schreibprogramm verwenden, lassen Sie ihn das 'Kommentar'-Feature verwenden, um Anmerkungen einzufügen.) Sehen Sie sich seine Kommentare an, aber lassen Sie sich mit den Änderungen noch Zeit. Gerade wenn Sie nicht mit der Kritik einverstanden sind, zeigt sich der wahre Wert oft erst viel später. Um das Redigieren leichter zu machen, sprechen Sie zunächst Ihren Text auf ein Tonbandgerät auf und hören Sie sich Ihr Werk in Ruhe an. Schreiben, wie Sie sprechen Viele Leute meinen, sie müssten anders schreiben als sie sprechen (weswegen das Schreiben für sie oft schwer ist). Das trifft für technische oder akademische Abhandlungen zu, aber 'perfekt korrektes' Schreiben klingt oft unecht. Und dadurch wird es schwieriger lesbar, wodurch es weniger Leute lesen, womit es seine eigene Absicht verfehlt. Wenn Ihre Texte leicht lesbar sein sollen, schreiben Sie in konversierendem Ton, so dass der Text im Kopf des Lesers 'klingt' als sprächen Sie zu ihm. Wenn eine Phrase in Ihrem Text steif klingt, formulieren Sie sie einfach um und sprechen sie laut aus. Danach schreiben Sie sie auf. Benutzen Sie dabei ein Tonband- oder Diktiergerät und schreiben das auf, was Sie gerade sagen. Allein diese einfache Methode verbessert augenblicklich Ihren Schreibstil. Kleiner Nebeneffekt des lauten Lesens: Sie finden dabei Fehler, Sätze, die keinen Sinn ergeben, unklare Ideen oder auch zusammenhanglose Gedanken. Überflüssiges streichen Streichen Sie nun alles Unwesentliche aus Ihrem Text heraus, damit er ohne Umwege sofort zu seiner Aussage kommt. Kürzere Sätze sind besser als längere. Einfache, umgangssprachliche Wörter sind besser als lange, ungebräuchliche. Fremdwörter beeindrucken keinen, die Leser sind höchstens unangenehm tangiert. Sie wollen doch nicht, dass jemand ein Lexikon aufschlagen muss, um Sie zu verstehen. Überprüfen Sie noch einmal in der Ansicht 'Dokumentenstruktur', ob die Struktur noch sinnvoll ist. Wenn nicht, verschieben Sie Ihre Unterthemen und der Text verschiebt sich automatisch mit. Das geht in MS-Word in der Ansicht 'Gliederung', wo Sie die Plus- oder Minuszeichen mit der Maus nach oben oder unten verschieben können. Schreiben ist eigentlich gar nicht so schwer Manche Menschen fürchten sich vorm Schreiben, weil sie vielleicht in der Schule schlechte Erfahrungen gemacht haben. (Oder weil ihre Mütter sich während der Schwangerschaft vor einer Zeitung erschreckt hatten). Was immer der Grund ist, überwinden Sie ihn. Wenn Sie wissen, was Sie sagen wollen, sagen Sie es einfach, schreiben Sie es auf. So einfach ist das! Geben Sie Ihren Text jemandem Ihres Vertrauens und lassen Sie sich ein freundliches, konstruktives Feedback geben. Finden auch Sie durch Ausprobieren und Übung heraus, dass Schreiben doch eigentlich gar nicht so schwer ist. (boe) Unser Angebot an Sie Weiterführende kostenlose Beratung für Ihre konkreten Aufgaben und Probleme bekommen Sie, wenn Sie eine detaillierte Situationsbeschreibung auf unserer Wissensaustausch-Plattform (auf Wunsch anonym) platzieren. Wir kümmern uns dann um für Sie nützliche Antworten, die wiederum dort veröffentlicht werden, damit auch andere Leser einen Nutzen daraus ziehen können. Möchten Sie künftig über solche und ähnliche Beiträge durch unseren monatlichen Newsletter informiert werden? Dann abonnieren Sie hier den informativen, kostenlosen monatlichen Newsletter für Internet-Manager. Sieben weitere aktuelle Berichte & Kommentare 17.06.2002: Klärung der Begrifflichkeiten und Abgrenzung von MAM gegenüber CM, DM und KM Systemen 02.06.2002: Media Asset Management: Wirtschaftliche Aspekte und Zielgruppen 01.06.2002: Strategische Marketinginfrastruktur als Voraussetzung für Multichannel-Marketing und Crossmedia Publishing 26.05.2002: Herausforderungen für ein Marketing in einer multimedialen und vernetzten Welt 18.03.2002: Das menschliche Mass in der Wissensgesellschaft und im Wissensmanagement 06.02.2002: Aufarbeitung des Firmengedächtnisses am Beispiel der Archive von Banken 03.12.2001: Content erfolgreich kostenpflichtig machen | |