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Marketing, Werbung und PR

eMailing 1: Wie bekomme ich Abonnenten?


16.08.2000

Betrachten Sie eMailing als das höchst-effektive Medium zur Kommunikation mit Ihren Kunden, Klienten oder Ihrer Zielgruppe. Es verursacht nur einen Bruchteil der Kosten eines Direktmailings und erlaubt Ihnen dadurch, öfter zu kommunizieren und Ihr Produkt, Service oder Ihre Marke im Bewusstsein Ihrer Kunden zu haben. Viele Unternehmen wissen inzwischen, dass ein Newsletter mit interessanten und relevanten Informationen eine ideale Möglichkeit ist, sowohl Verkauf wie auch Kundenzufriedenheit zu steigern und dass eMail-Promotion bedeutenden Einfluss auf ihren Umsatz hat. Wie bei jeder Marketingstrategie gibt es auch für das eMailing bestimmte Grundsätze, die Ihnen den Erfolg Ihrer eMail-Kampagne sichern helfen. In diesem zweiteiligen Beitrag skizziere ich einige wichtige Grundregeln, aufgeteilt in folgende Themen: Wie Sie zu neuen Abonnenten kommen
Die wohl schlechteste unter den unzähligen Möglichkeiten, eine Abonnentenliste aufzubauen ist, Leser in Ihre Liste aufzunehmen, die Ihr Unternehmen nicht kennen, und die nicht um Ihr Info-Material gebeten haben. Damit setzen Sie sich dem Vorwurfs des Spammings aus und haben solche Empfänger schon verloren, bevor sie Ihre Infos überhaupt wahrgenommen haben.

Als die weitaus bessere, wenn nicht die beste Möglichkeit hingegen sehe ich die so genannte 'opt-in'-Strategie: Schicken Sie Newsletter und Promotions nur denen, die ausdrücklich Ihre Unternehmens- oder Produktinformationen wünschen. Nutzen Sie alle Gelegenheiten, potenzielle Kunden zum 'opt-in' einzuladen. Besucher Ihrer Website können sich mit einem Klick für Ihren Newsletter eintragen. Auf Messen und Konferenzen fragen Sie Ihre Gesprächspartner, ob sie sich für Ihren Newsletter oder Promotion-Mailings eintragen würden. Nach einem Verkauf bieten Sie Ihrem Kunden an, durch Ihren Newsletter in Kontakt zu bleiben.

Aber auf welche Art und Weise man Ihren Newsletter auch abonnieren kann - niemand wird ihn abonnieren, wenn Sie keine Anreize bieten. Ihr Newsletter muss auf jeden Fall mit aktuellen Informationen aufwarten, die interessant für Ihre Leser sind und in Beziehung zu Ihrer Organisation stehen.

Newsletter leicht und sicher abbestellen
Bei einem guten Bestand an Abonnenten sorgen Sie auch dafür, dass Ihr Newsletter auf einfache, aber zuverlässige Weise abbestellt (engl.: unsubscribe) werden kann. Auch in diesem Stadium sollten Sie Ihre Leser nicht enttäuschen. Leider neigt der am weitesten verbreitete Abbestellvorgang auch zu den meisten Errors. Das ist der, der üblicherweise am Ende der eMail den folgenden Hinweis hat: 'Wenn Sie sich aus der Abonnentenliste austragen lassen wollen, antworten Sie auf diese eMail mit dem Wort 'Abbestellen' (oder Unsubscribe) als Text.' Dieser Vorgang versagt sehr oft. Zum Beispiel, wenn ein Leser Ihre Mail als Weiterleitung (Forward) bekommen hat, funktioniert das nicht.

Um sicher zu gehen, dass ein Leser auch wirklich aus der Abonnentenliste ausgetragen wird, nutzen Sie eine der folgenden Möglichkeiten:
  1. Geben Sie in jeder Mail Instruktionen dafür, wie ein Name von der Liste genommen wird.
  2. Vermeiden Sie von Anfang an unbeabsichtigtes Abonnieren; bestätigen Sie mit einer eMail jeden neuen Abonnenten. Das hilft, Ihre Liste sowohl vor beabsichtigtem wie auch unbeabsichtigtem Missbrauch zu schützen. Nach dieser Bestätigung können Sie dann sofort mit der Auslieferung Ihres letzten Newsletters beginnen.
  3. Bieten Sie alternativ -nicht ausschliesslich- einen webbasierten Unsubscribe-Prozess, der ein sofortiges Feedback gibt.
Zielgruppengerechtes eMailing
Richten Sie sich darauf ein, unterschiedliche Abo-Listen aufzubauen. Schon zu Beginn lässt sich leicht absehen, dass Sie die eMailings für Produktinfos, Pressemitteilungen oder Kundenservice etc. voneinander trennen werden. Setzen Sie für jede dieser Kategorien verschiedene Gestaltungsmerkmale ein. Um Ihre Nachrichten noch weiter an die Benutzerbedürfnisse anzupassen, bieten Sie Ihren Abonnenten die Auswahl unter verschiedenen Formaten an: HTML, Text, Kurzübersicht oder nur URLs. Entgegen ursprünglicher Annahmen, dass man mit zwei, drei Newslettern auskomme, zeigt sich in der Praxis, dass diese Zahl schnell wächst, wenn sich Ihr Unternehmen zusätzlich noch an unterschiedliche Zielgruppen richtet. Sie sollten jedoch erwägen, den Inhalt Ihren verschiedenen Zielgruppen anzupassen, um den Wert und den Einfluss durch Ihre eMailings zu steigern.

(boe)





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